Am linken Niederrhein, besonders zwischen Krefeld und Moyland (Kreis Kleve), lagert der Ton in fetter Bergerde und in mageren Brucherdeschichten. Die hiesigen Tonvorkommen verdanken ihr Entstehen der Verwitterung des granitähnlichen Feldspats im frühen Tertiär vor etwa 25 Millionen Jahre.

Fette und magere Tone können sowohl für sich als auch in einem entsprechenden Mischungsverhältnis Verwendung finden. Das Töpferhandwerk entwickelte sich stets dort, wo das Arbeitsmaterial Ton anstand.

Zwischen 1620 und 1900 übten ein oder mehrere Pottbäcker in einigen niederrheinischen Orten ihr Handwerk aus. Neben Sevelen wären hier auch Aldekerk, Alpen, Gennep, Goch, Hoerstgen, Hüls, Kamperbrück, Kervenheim, Lintfort, Niep, Ottersum, Rheinberg, Rayen, Rheurdt, Schaephuysen, Sonsbeck, St. Hubert, Till, Tönisberg, Vluyn und Winnekendonk zu nennen.

In Sevelen hat es 54 selbstständig arbeitende Töpfer gegeben. Erhalten gebliebene Arbeiten können aber nur 16 Töpfern zugeschrieben werden.

Durch die vielen ansässigen Töpfereien, ist Sevelen über seine Grenzen hinaus als Töpferdorf bekannt geworden.

Viele Museen am Niederrhein erinnern durch Ausstellungsstücke aus unserem Ort an die Töpferzeit in Sevelen.

Jährlich am 3.Oktober findet im Ortskern ein Töpfer- und Handwerkermarkt statt, der an diese alte Tradition erinnern soll.